Die menschliche Haut verfügt über eine an sich positive Eigenschaft – Sie versucht, sich zu schützen. Das Entstehen eines Hühnerauges ist daher nicht selten ein Schutzmechanismus der Haut. Reibung und Druck an den Füßen sorgen dafür, dass die Haut sich angegriffen fühlt und glaubt, sich verteidigen zu müssen, ein Hühnerauge entsteht.

Hühneraugen können schmerzhaft sein und sind es meistens auch. Eine wirklich ernst zu nehmende Gefahr für die Gesundheit sind sie allerdings nicht. Sofern Ihr allgemeiner Gesundheitszustand als akzeptabel bezeichnet werden kann, ist ausschließlich eine Hühneraugenbehandlung erforderlich. Unbehandelt kann ein Hühnerauge durchaus im Laufe der Zeit zu einer Infektion führen. Diabetiker und Personen mit Krankheiten, die von schlechter Durchblutung begleitet werden, sind besonders gefährdet.

Ein Hühnerauge entsteht nicht einfach so

Hühnerauge - Entstehung und VorbeugungEin Hühnerauge entwickelt sich an Teilen der Haut, die über einen längeren Zeitraum gedrückt oder gequetscht werden und anschließend noch fortlaufend Reibung erdulden muss. Das Hühnerauge am Mittelfinger, dass durch dauerhaften Druck entsteht und häufiger vorkommt als man glaubt, hat seine Ursache in schriftlichen Tätigkeiten, beispielsweise mit einem Kugelschreiber. Das Spielen von Musikinstrumenten, Computerspiele, Sportarten oder Absatzschuhe können weitere Gründe für Hühneraugen sein. Am häufigsten findet man Hühneraugen an den Füßen, sie sind aber auch an jeder anderen Körperstelle anzutreffen. Man muss nur lange genug drücken, quetschen und reiben, dann entsteht ein Hühnerauge als natürliche Schutzreaktion der Haut. Hat die Haut nicht genügend Zeit zur Regeneration, dann bildet sich im Auge Flüssigkeit – und dann wird es richtig unangenehm!

Ein Hühnerauge besteht aus den Corneozyten der äußeren Oberhautschicht und einem nach innen gerichteten Sporn aus Keratinozyten. Ohne die vorgenannten Ursachen entstehen nur äußerst selten Hühneraugen, obwohl durchaus viele Möglichkeiten infrage kommen. Beispielsweise können Vergiftungen oder verschiedene Krankheiten, wie Syphilis oder Lepra der Auslöser von Hühneraugen sein.

Diabetiker sollten sich ganz besonders vorsehen, da ihre Haut ohnehin schon starken Veränderungen ausgesetzt ist. Diabetes wirkt auf die Blutgefäße, die für die Ernährung der Haut zuständig sind. Ist die Haut infolge eines Hühnerauges verdickt, kann sie nur schwer mit Nährstoffen versorgt werden. Im Extremfall kann das zu Klaven oder Hammerzehen führen.

Man kann gegen das Hühnerauge etwas tun

Die Behandlung eines Hühnerauges konzentriert sich in aller Regel darauf, die Tätigkeit, die das Hühnerauge hat entstehen lassen, sofort und für einen längeren Zeitraum von Druck und Reibung zu befreien. Dies geschieht zum Beispiel durch Änderung des Schuhwerks. Man sollte Schuhe nutzen, die den Zehen viel Freiraum lassen, sobald Druck entsteht oder spürbar wird, sollten Sie zusätzlich noch Schutzhüllen oder Binden benutzen.

Sollte das Hühnerauge hartnäckig an seinem Platz verweilen, bestehen verschiedene Selbstheilungsmethoden. Da ist zum einen die Hühneraugentinktur zu nennen, die man regelmäßig mit einem kleinen Pinselchen, zwecks Aufweichung, auf das Auge schmiert. Auch Hühneraugenpflaster haben sich bewährt, sie sind in unterschiedlichen Variationen in den Apotheken erhältlich.

Während wir unsere Hände als Visitenkarte betrachten und pflegen, die Nägel feilen, polieren und lackieren, sie gleichzeitig mit teuren Cremes einreiben, laufen die Füße einfach so mit. Wer sieht schon unsere Füße? Meist rächen sie sich irgendwann mit eingewachsenen Nägeln, Hühneraugen oder Druckschmerzen. Auch Füße brauchen Aufmerksamkeit, wenn Sie sich mit rauer Haut, Hühneraugen und aufgesprungenen Fersen bemerkbar machen, ist es zu spät. Dabei macht richtige Pflege für schöne Füße wenig Arbeit, hat aber große Wirkung und hilft enorm ein Hühnerauge gar nicht erst entstehen zu lassen.