Hühneraugen entstehen durch ständigen Druck und Reibung auf Hautregionen an den Füßen, am häufigsten auf den Zehen, sie können aber auch zwischen den Zehen oder an der Fußsohle auftreten. Es handelt sich um runde Hornhautwucherungen, die in immer tiefer liegende Hautschichten hineingedrückt werden und schließlich Schmerzen verursachen, vor allem beim Gehen. Schuld daran sind meist schlecht sitzende Schuhe. Irgendwann sind die Schmerzen so unerträglich, dass nichts anderes übrig bleibt, als die Hühneraugen zu entfernen.

Mittel aus der Apotheke um Hühneraugen zu entfernen

Hühneraugen entfernenFür die Selbstbehandlung gibt es salicylsäurehaltige Hünhneraugenpflaster von verschiedenen Herstellern, zum Beispiel von Hansaplast. Die Pflaster sind mit einer runden Aussparung versehen, diese kommt genau über das Hühnerauge. Es wird von der Salicylsäure aufgeweicht, dadurch lassen sich relativ einfach und schmerzfrei, Schicht für Schicht, allmählich die Hühneraugen entfernen. Der große Vorteil der Pflaster ist, dass sie den Druck mildern durch diese Aussparung und damit eine Soforthilfe gegen den Schmerz bieten.
Wer keine Salicylsäure anwenden will, kann auch auf das feuchtigkeitsspendende Hühneraugenpflaster von Compeed zurückgreifen. Die entlastende Wirkung ist die gleich wie bei den salicylsäurehaltigen Pflastern und man kann nach dem Aufweichen die Hühneraugen entfernen.
Druckschutzpolster oder -pflaster dienen der reinen Entlastung des betroffenen Gewebes, mit ihnen alleine lassen sich keine Hühneraugen entfernen, nur die Schmerzen reduzieren und ein weiteres Einwachsen stoppen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Entfernung des verhärteten Gewebes mit speziellen Hornhautraspeln oder auch mit Bimsstein. Hier sollte die Hornhautschicht durch ein Fußbad vorher etwas aufgeweicht werden.

Hausmittel gegen Hühneraugen

Das Prinzip bei den Hausmitteln ist im Grunde immer dasselbe: das Hühnerauge wird über Nacht mit einem Verband oder Pflaster abgedeckt, unter dem sich verschiedene Mittel befinden, meistens Lebensmittel wie Zwiebeln, Zitronensaft, Rosinen, Knoblauch. Sie sollen das Hühnerauge entweder dazu bringen, sich zurückzubilden oder eine schmerzfreie Entfernung zu ermöglichen. Die Behandlung erfordert einiges an Geduld, denn sie zieht sich über einige Tage oder sogar Wochen hin.
Auch Propolis, Teebaumöl oder Massagen mit Öl sollen hilfreich sein dabei, die Hühneraugen zu entfernen bzw. zu reduzieren, ebenso Salben, die Urea (Harnstoff) enthalten.

Professionelle Hilfe um Hühneraugen entfernen zu können

Sitzt das Hühnerauge zu tief, an einer ungünstigen Stelle oder droht es sich zu entzünden, muss der Fachmann helfen. Das kann entweder ein Arzt sein oder ein professioneller Fußpfleger. Manchmal ist nicht ganz klar, ob es sich bei der schmerzhaften Stelle überhaupt um ein Hühnerauge handelt oder beispielsweise eine Dornwarze.
Podologen sind speziell ausgerüstet für alle Fälle von Fußproblemen und bekommen auch hartnäckige Hühneraugen in den Griff. Auf keinen Fall sollten Hühneraugen mit rotierenden Werkzeugen entfernt, sondern nur mit dem Skalpell ausgeschält werden, was nicht unbedingt schmerzfrei abläuft. Manchmal sind mehrere Sitzungen notwendig, denn wird das Hühnerauge nicht restlos entfernt und die Ursache für die Entstehung beseitigt, wächst es bald wieder nach.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung sollten die Schuhe überprüft werden auf störende und Druck erzeugende Stellen, aber auch die Socken oder Strümpfe. Man sollte das Schuhwerk öfter wechseln und bei jeder Gelegenheit barfuß laufen.
Wenn die Schuhe nicht die Ursache für die Hornhautbildung sind, liegt es möglicherweise an Fehlbildungen am Fuß, was ein Fachmann sehr schnell feststellen kann.