Die Bioresonanztherapie zählt zu den sogenannten ‚alternativen Heilmethoden‘ und findet unter Anderem Anwendung bei der Behandlung von chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, Allergien oder Migräne als eine sanfte Schwingungstherapie, welche ohne Nebenwirkungen die Selbstheilungskräfte anregt.

Der Ursprung der Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie fand ihren Ursprung in der ‚Radionik‘, welche seit 1920 in den USA Verbreitung findet und wurde hierzulande von einem deutschen Arzt (Franz Morell) und dem Ingenieur Erich Rasche 1977 unter dem Namen MORA-Therapie eingeführt.

Man geht bei dieser Therapie davon aus, dass im menschlichen Körper alle Vorgänge von elektromagnetischen Schwingungen, welche auf den Energieschwingungen der Atome und den diese umkreisenden Elektronen basieren, gesteuert werden. Organe und Zellen besitzen spezifische Schwingungen, welche miteinander ständig in Verbindung sind und sich so gegenseitig beeinflussen. Dabei besitzt jedes Individuum sein ganz eigenes Muster.

Schwingungen werden umgewandelt und „gereinigt“

Treten im Falle von Krankheit Störungen in diesen Mustern auf, so lassen sich die daraus entstandenen disharmonischen ‚ Schwingungen‘ durch die Anwendung eines speziellen Gerätes, welches von Morell und Rasche entwickelt wurde, absorbieren, umwandeln und werden anschließend ‚gereinigt‘ wieder in den Körper zurück gesendet.
Solcherart wird eine Behandlung mit ‚Eigenschwingungen‘ durchgeführt. Man kennt zudem die Behandlung mit ‚Fremdschwingungen‘, bei der nicht körpereigene Schwingungen von außen zugeführt werden, um eine Heilung zu erzielen.
Um die Bioresonanztherapie wirkungsvoll zu unterstützen, soll der Patient während des gesamten Zeitraums der Behandlung täglich mindestens zwei Liter mineralarmes Wasser trinken, da nur mineralarmes Wasser im Körper gelagerte Schadstoffe ausspülen kann.
Dazu sollte für 6 Stunden vor und während der Behandlungszeit auf Tabak, Alkohol und Kaffee verzichtet werden. Ebenso ist es zuträglich, auf den Genuss von Schweinefleisch und auch Zucker zu verzichten.

Basis der Bioresonanztherapie ist laut Angaben ihrer Anwender, dass es messbare, elektrische körpereigene Signale gäbe, anhand derer man eine Störung der körpereigenen Schwingung erkennen und mit geeignetem Gerät therapieren könne.

Das Nervensystem erzeugt schwache elektrische Ströme

Es ist bekannt, dass ein Nervensystem schwache elektrische Ströme erzeugt, welche auch bei der Kontraktion von Muskelzellen entstehen und mit modernen Methoden durchaus nachgewiesen werden können. EKG und EEG sind Beispiele dafür. Auch das MEG macht schwache magnetische Spannungsfelder des Gehirns sichtbar.
Ein Problem ist allerdings, dass bisher eine wissenschaftliche Untersuchung über ’normale‘ oder ‚krankhafte‘ Frequenzmuster und deren Umwandlung oder ‚Löschung‘ im Sinne der Bioresonanztherapie niemals stattfand und somit auch kein Beleg für die Wirksamkeit der Therapie vorliegen kann.
Hingegen sollen wissenschaftliche Studien gezeigt haben, dass Erfolge bei der Heilung von Kindern, die an Allergien litten, nicht wiederholbar waren und somit der Beweis der Wirksamkeit der Therapie nicht gegeben sein soll.

Eine Weiterführung der Bioresonanztherapie ist die ‚Schwingungsneutralisation‘, bei der angeblich nicht nur die sogenannten ‚Stressoren‘, welche die Krankheit verursachen, gefunden werden, sondern auch das Mittel, welches für eine Heilung angewendet werden soll, mittels des ‚Schwingungsneutralisations-Gerätes‘ in ein ‚Chakra‘ einschwingt, wodurch sich körperliche und geistige Blockaden angeblich sehr schnell wieder lösen sollen.

Die Bioresonanztherapie wird in Deutschland von der Schulmedizin nicht anerkannt

Die Bioresonanztherapie ist hierzulande von der ‚Schulmedizin‘ nicht anerkannt und aufgrund fehlender Nachweise einer Wirksamkeit des Konzepts ihrer Behandlung schließen die gesetzlichen Krankenkassen eine Erstattung der Behandlungskosten aus, sofern nicht ein gegenteiliger Einzelfallentscheid dem entgegen steht.
(In der Schweiz allerdings anerkennen einige Kassen die Bioresonanztherapie, allerdings bisher nur im Rahmen einer zusätzlich abzuschliessenden Versicherung.)